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Energielexikon Strom

  • Ampere (A)

Ampere ist die internationale Maßeinheit der elektrischen Stromstärke.
1,00 Ampere sind 1.000 Milliampere (mA).

  • Amperestunde (Ah)

Die Amperestunde ist die physikalische Einheit der elektrischen Ladung, sie gibt die gespeicherte Ladung in einem Akku oder einer Batterie an. Berechnet wird sie aus Stromstärke und Zeit.

  • Anlaufstrom

Anlaufstrom ist der Spitzenstrom, der beim Start eines Elektromotors benötigt wird und in einer sehr kurzen Zeitspanne auftritt. Je nach Motorenart liegt der Anlaufstrom bei leerlaufenden Motoren beim eineinhalbfachen bis zweieinhalbfachen des Nennstroms. Er kann bei schwer anlaufenden aber auch das Fünffache des Nennstroms betragen. Geräte mit einem hohen Anlaufstrom wie Elektromotoren oder Klimaanlagen besitzen daher einen Anlaufstrombegrenzer, der solch hohe Spitzenströme verhindert.

  • Blindstrom

Blindstrom, auch als „Blindleistung“ bezeichnet, ist die elektrische Leistung, die zum Aufbau von magnetischen Feldern (z.B. in Motoren, Transformatoren) oder von elektrischen Feldern (z.B. in Kondensatoren) benötigt wird. Der Blindstrom ist der Anteil des Stroms, der nicht nutzbar ist und als Blindleistung zwischen Verbraucher und Erzeuger pendelt. Dieser Effekt beruht darauf, dass manche Verbraucher im Wechselstromnetz einen höheren Stromverbrauch aufweisen, als sie in einem Gleichstromnetz hätten. Der Fluss von Blindstrom im Netz kann durch die Installation von Kondensatoren zur Blindstromkompensation vermieden werden. Diese fungieren quasi als eine Art Energie-Zisterne. Die Blindleistung pendelt nur noch zwischen der verursachenden Quelle und den Kondensatoren – nicht mehr durch das ganze Verteilernetz. In Unternehmen mit einem hohen Blindstromaufkommen amortisiert sich die Anschaffung einer Blindstromkompensationsanlage meist innerhalb von 1 bis 3 Jahren.

  • cos phi (cosinus phi)

Wird ein elektrischer Verbraucher durch eine Wechselspannung betrieben, kommt im Verbraucher ein Wechselstrom zum Fließen. Der cos phi ist der Winkel, um den die Spitzenwerte der Sinuskurven von Strom und Spannung zeitlich gegeneinander verschoben sind.

  • Energiesparlampe

Energiesparlampen – auch Kompakt-Leuchtstofflampen genannt – verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen bei gleicher Lichtausbeute. Eine Energiesparlampe mit 15 Watt entspricht in der Leuchtkraft einer herkömmlichen Glühlampe von 75 Watt. Energiesparlampen haben darüber hinaus eine zirka achtmal längere Lebensdauer. Sie sind in der Regel mit einem eingebauten Vorschaltgerät und einem Schraubsockel, der dem Sockel “normaler” Glühbirnen entspricht, ausgestattet. Besonders wirtschaftlich einsetzbar sind Energiesparlampen dort, wo Lampen lange in Betrieb sind.

  • Frequenz (Hz)

Die Frequenz ist eine physikalische Größe, die in Hertz (Hz) gemessen wird und die Anzahl von Schwingungen pro Sekunde angibt.
Unabhängig von den Spannungsebenen Niederspannung, Mittelspannung und Hochspannung sind die gesamten Versorgungsebenen als Wechselstrom- bzw. Drehstromnetze aufgebaut (sinusförmig), die mit 50 Hertz (Hz) schwingen.

  • Kompensationsanlagen

Kompensationsanlagen minimieren den Blindstrom – also den Strom, der durch induktive Stromverbraucher (z. B. Motoren oder Leuchtstoffröhren) entsteht. Dieser Blindstrom belastet Kabel und Anlagen durch Erwärmung; außerdem wird er i. d. R. auch ab einem bestimmten Maß in Rechnung gestellt. Eine Kompensationsanlage wirkt dem entgegen: Sie verhindert unzulässige Überlastungen von Kabeln und Anlagen, vermeidet die Kosten für den Blindstrom, sorgt dafür, dass die Übertragungsfähigkeit der Anlage nicht unnötig eingeschränkt wird und trägt so zu deren längeren Haltbarkeit bei.

  • Lastgang

Unter einem Lastgang versteht man die Registrierung der Viertelstunden-Verbrauchswerte durch eine sogenannte Lastgangmessung. Diese ist bei erhöhtem Strombedarf notwendig und in der Regel mit einem Sondervertrag verbunden.

  • Lastprofil

Ein Lastprofil ist eine Kurve, die den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs eines Kunden darstellt. Mithilfe der Lastprofile wird die Strommenge festgelegt, die für die Endverbraucher im Stromnetz zu einer bestimmten Zeit zur Verfügung gestellt wird.

  • LED

Eine Leuchtdiode, kurz LED (englisch: light-emitting diode, deutsch: Licht-emittierende Diode, auch Lumineszenz-Diode) ist ein Licht emittierendes Halbleiter-Bauelement, dessen elektrische Eigenschaften einer Diode entsprechen. Aufgrund der guten Lichtausbeute und des geringen Verbrauchs der LED-Lampen, lösen diese zunehmend die herkömmlichen Glühlampen, Leuchtstoffröhren und/oder Energiesparlampen ab.

  • Maximumüberwachung

Durch den Einbau eines Maximumwächters wird der Lastgang eines Betriebes überwacht.
Damit ist es möglich, zu einem Arbeitsprozess nicht unbedingt erforderliche Anlagen kurzfristig abzuschalten. Der Leistungsbezug wird optimiert und durch geringere Lastspitzen entstehen geringere Stromkosten. Synergieeffekte sind eng mit dem Kunden abzustimmen, da dies im Einklang mit dem Arbeitsprozess stehen muss.

  • Mittellast

Mittellast ist der elektrische Leistungsbedarf, der zusätzlich zur immer gleichbleibenden Grundlast während der Arbeitsperiode eines Tages besteht.

  • Netzverluste

Die Netzverluste sind Energieverluste, die bei der Übertragung der leitungsgebundenen Energien (Strom, Gas, Fernwärme) vom Erzeugungsort zum Verbrauchsort auftreten.

  • Niederspannung (V)

Wechselspannung zwischen 50 und 1.000 Volt – in Haushalten nicht mehr als 250 Volt, Gleichstrom zwischen 75 und 1.500 Volt. Niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet, höhere als Mittel- und Hochspannung.

  • Regelenergie

Regelenergie ist die Differenz zwischen bestellter und tatsächlich gelieferter Energie. Sie wird vom Übertragungsnetzbetreiber dem Stromlieferanten in Rechnung gestellt.

  • Scheinleistung (kVA)

Dies ist die geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung und für die Dimensionierung der technischen Anlage maßgebend. Die Scheinleistung wird in der Einheit kVA angegeben. Die Scheinleistung berechnet sich aus dem Quotienten aus der Wirkleistung (kW) dividiert durch den cos phi.
Die Scheinleistung ist entscheidend für die Belastung der elektrischen Leitungsnetze. Transformatoren, Generatoren, Schaltanlagen, Sicherungen und Leitungsquerschnitte müssen für die auftretende Scheinleistung dimensioniert sein.

  • Smart Grid

Der Begriff Smart Grid (deutsch: intelligentes Stromnetz) umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln in Energieübertragungs- und -verteilungsnetzen der Elektrizitätsversorgung. Diese ermöglicht eine Optimierung und Überwachung der miteinander verbundenen Bestandteile. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs.

  • Smart Meter (kWh)

Der Begriff Smart Meter (deutsch: intelligenter Zähler) beschreibt einen Zähler für Energie (Strom / Erdgas), der dem Anschlussnutzer, eingebunden in einem Kommunikationsnetz, den tatsächlichen Energieverbrauch, sowie die Nutzungszeit anzeigt. Ziel ist es, den Letztverbrauchern eine Anzeigemöglichkeit zu wettbewerbsorientierte Preisen bereitzustellen, die den tatsächlich Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit der Lieferstelle widerspiegelt. Für Neubauten, Totalsanierungen und Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch größer 6000 kWh müssen diese Messsysteme kostenneutral eingebaut werden.

  • Spannung (V)

Die elektrische Spannung (Einheit: Volt, V) ist die bei unterschiedlichen elektrischen Ladungen zwischen zwei Punkten messbare elektrische Potenzial- oder Spannungsdifferenz. Sie ist der Druck oder die Kraft auf freie Elektronen und entsteht durch das Ausgleichsbestreben von elektrischen Ladungen.

  • Spitzenlast

Spitzenlasten in den Stromverteilungs- und Übertragungsnetzen entstehen in den Hauptnutzungszeiten, zum Beispiel in der Mittagszeit. Um diesen erhöhten Bedarf decken zu können, werden kostenintensive Spitzenlastkraftwerke zugeschaltet.

  • Transformator

Ein Transformator ist ein zu den elektrischen Maschinen zählendes Gerät zur Erhöhung oder Herabsetzung der elektrischen Spannung von Wechselströmen.

  • Überschußstrom

Der in Eigenerzeugungsanlagen erzeugte, aber in der Kundenanlage nicht verbrauchte Strom wird als Überschussstrom bezeichnet. Dieser Strom wird in das öffentliche Stromnetz rückgespeist und gemäß dem Stromeinspeisegesetz vergütet.

  • Umspannanlage (kV)

Eine Umspannanlage – überwiegend als Freiluftanlage – wandelt die Wechselspannung von 380 kV bzw. 220 kV auf 110 kV um. Mit 110 kV erfolgt eine weitere regionale Verteilung des Stroms zu den Umspannanlagen von 110 kV auf 20 kV.

  • Umspannung

Der Wechsel zwischen Spannungsebenen durch Transformatoren nennt sich Umspannung.

  • Wechselstrom

Elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich periodisch mit der Zeit ändern.

  • Wirkleistung

Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umsetzung in eine andere Leistung, z. B. in mechanische, thermische, chemische, optische oder akustische Leistung, verfügbar ist.

  • Wirkungsgrad η

Der Wirkungsgrad misst das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei der Energieumwandlung und ist daher auch das Maß für Energieeffizienz. Die Energieforschung arbeitet ständig darauf hin, den Wirkungsgrad zu erhöhen. Man unterscheidet zwischen dem elektrischen Wirkungsgrad, der nur die Stromerzeugung berücksichtigt, dem thermischen Wirkungsgrad bei der Wärmeumwandlung und dem Gesamtwirkungsgrad.