Energie-, Heizungs-, Mini- und Voll-Contracting für Privat und Gewerbe

Industrie-Contracting

In Deutschland sind mehrere zehntausend Industrie- und Gewerbeobjekte für Contracting-Modelle geeignet: Fabriken und Produktionsstätten, Lager und Werkstätten, Geschäftsgebäude, Bürokomplexe und viele weitere.

In großen und mittleren Wirtschaftsunternehmen ist seit einigen Jahren ein Trend zum Outsourcing von Nebenaufgaben festzustellen, der auch vor der Energieversorgung der Firmenstandorte nicht Halt macht. Contracting-Modelle und externes Facility-Management stellen mögliche Alternativen zum Eigenbetrieb der Energieversorgungssysteme durch das Unternehmen selber dar.

So unterschiedlich die gebäudetechnischen Ausstattungen im Gewerbe- und Industriebereich sind, so verschieden gestalten sich Art und Umfang der möglichen Contracting-Lösungen. Die Spanne reicht von einzelnen Optimierungsmaßnahmen wie “Druckluft-Contracting“, über komplexe Prozessdampf- und Wärmelieferungen bis hin zu umfassenden Standortversorgungen mit allen vor Ort benötigten technischen Medien. Energiespar-Contracting-Modelle kommen in der Praxis häufig vor.

Eine Entscheidung, welche Contracting-Variante letztendlich am geeignetsten erscheint, bedarf speziell bei dieser Anwendergruppe immer einer individuellen Betrachtung. Während Contracting-Modelle in der Automobil-, Papier- und Chemieindustrie durchaus verbreitet sind, ist die Idee des Contractings in vielen kleineren und mittelständischen Industrie- und Gewerbebetrieben noch weitgehend unbekannt.

PROJEKTABLAUF FÜR GEWERBE- & INDUSTRIEOBJEKTE

Im Unterschied zu öffentlichen Auftraggebern sind Gewerbe- und Industriebetriebe nicht an formalrechtliche Bedingungen zur Angebotseinholung gebunden: Hier kann mit beliebigen Contracting-Anbietern frei verhandelt werden. Doch gibt es nicht selten unternehmensinterne Vorgaben zur Angebotseinholung und Auftragsvergabe.

Die Bedeutung der Projektvorbereitung wird im Vorfeld vielfach unterschätzt. In dieser Phase findet aber häufig die Weichenstellung für den künftigen Erfolg bzw. Misserfolg eines Contracting-Vorhabens statt. Insofern sollte der Contractingkunde besonderes Augenmerk auf diese Phase der Projektentwicklung legen. Mit einer allzu pauschalen Angebotseinholung sollte eine Abfrage von Contracting-Leistungen nicht gestartet werden – zumindest nicht, wenn mehrere Contractoren angefragt und die Angebote mit der Option der eigenen Umsetzung verglichen werden sollen.

Unverbindlich eingereichte Angebote von Contractoren stellen interessierte Contractingkunden vor Entscheidungsprobleme, da hier keine entsprechende Projektvorbereitung stattgefunden hat. Gelegentlich werden zumindest im Nachhinein Projektziele definiert und die Anbieter nachträglich aufgefordert, ihre Angebote entsprechend anzupassen. Viel häufiger wird leider das „Kapitel Contracting“ wegen der unerwarteten Komplexität bis auf weiteres zurückgestellt. Weil es sich bei Contracting-Vorhaben im gewerblichen und industriellen Bereich im Regelfall um Projektgrößen handelt, deren Investitionsvolumen im sechs- bis siebenstelligen Euro-Bereich liegen, erscheint es grundsätzlich sinnvoll, eine geeignete Projektsteuerrunde einzurichten, die die Gestaltung des Projektablaufes übernimmt.

PROJEKTBEISPIELE: CONTRACTING FÜR GEWERBE & INDUSTRIE