Lichtliefer-Contracting

Anlagen-Contracting, auch Lichtliefer-Contracting genannt, ist die am weitesten verbreitete Art des Beleuchtungs-Contractings. Darin bietet der Contractor die Lieferung von Licht zu einem vertraglich vereinbarten Preis an. Er verpflichtet sich, die neue Anlage zu errichten und zu betreiben beziehungsweise bestehende Anlagen zu übernehmen und zu modernisieren, um den vertraglich vereinbarten Lichtbedarf zuverlässig und sicher bereitzustellen

Planung, Finanzierung, Errichtung und Betrieb der Anlagen übernimmt der Contractor auf eigenes Risiko. Die Vergütung des Dienstleisters ist beim Anlagen-Contracting in der Regel projektbezogen und unabhängig von erwarteten Energieeinsparungen. Sie besteht üblicherweise aus einem Arbeitspreis für bezogenes Licht, einem Grundpreis für die Bereitstellung der Anlagen und einem Messpreis für Messung und Abrechnung. Aufgrund des vertraglich vereinbarten Festpreises liegt das Nutzungsgradrisiko allein beim Contractor.

Hier die wichtigsten Punkte zum Anlagen-Contracting im Überblick:

  • Ab Einsparpotenzialen von 15 Prozent ist Contracting lohnenswert.
  • Ein externer Dienstleister, der Contractor, plant, baut, finanziert und betreibt auf eigenes Risiko für einen Objekteigner die Energiebereitstellung und -lieferung.
  • Der Contracting-Nehmer belastet nicht seinen eigenen Kreditrahmen durch zusätzliche Investitionen.
  • Die Investition refinanziert der Contractor durch die Erlöse für Energielieferung und einen Grundpreis.
  • Am Ende der Vertragslaufzeit erfolgt eine Eigentums-und Risikoübertragung auf den Contracting-Nehmer.
  • Die Vertragslaufzeiten, Risikoübernahmen, Erfolgsrechnungen und -beteiligungen sowie der Umfang der Maßnahmen werden frei gestaltet.

Die üblichen Vertragslaufzeiten betragen zwischen 10 und 15 Jahren, aber auch 25 Jahre sind möglich.