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Schäden durch zu hohe Stromspannung

Werden wegen zu hoher Stromspannung Geräte beschädigt, muss der Netzbetreiber Schadensersatz zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil (Az.: VI ZR 144/13) entschieden.

Kommt Strom mit einer viel zu hohen Spannung aus der Steckdose (210-253 Volt), können Elektrogeräte, die am Strom angeschlossen sind, erheblich beschädigt werden. Haften muss für solche Schäden der Netzbetreiber, urteilte jetzt der BGH.

Im verhandelten Fall war in einem Umspannwerk ein Transformator ausgefallen. Der Trafoschaden führte zu Spannungsschwankungen im Netz und zu Störungen der Stromversorgung in einem Wohnviertel. Nach einem Stromausfall kam es im Haus eines Stromkunden zu einer Überspannung. Dabei wurden ein elektrisches Garagentor, eine Heizungsanlage und mehrere Elektrogeräte beschädigt. Der Betroffene ging vor Gericht und verlangte vom Netzbetreiber Schadensersatz. Der BGH gab ihm Recht.

Netzbetreiber gilt als Hersteller von Elektrizität

Strom sei ein Produkt, begründeten die Richter ihr Urteil. Ist das Produkt fehlerhaft, kann der Hersteller dafür verantwortlich gemacht werden. Als Hersteller des „Produkts Elektrizität“ gilt der Netzbetreiber, da er den gelieferten Strom durch Transformation erst auf die haushaltsübliche Niederspannung bringt. Der Netzbetreiber müsse sicherstellen, dass der Strom so in den Haushalten ankommt, dass er nutzbar ist, so die Richter. Abnehmer müssen dabei nicht mit so erheblichen Spannungsschwankungen rechnen.

Vom Kraftwerk zur Steckdose

Strom kommt nicht so aus der Steckdose, wie er im Kraftwerk erzeugt worden ist. Damit er für den Haushalt nutzbar wird, muss er verschiedene Umspannstationen passieren. Elektrische Energie wird zunächst in den Generatoren der Großkraftwerke erzeugt. Diese Stromspannung wandeln dann Transformatoren in Hoch- und Höchstspannungen von 110.000 bis zu 380.000 Volt um. Nur so kann die elektrische Energie über lange Strecken und mit möglichst wenigen Verlusten zum Verbraucher transportiert werden. Viele weitere Transformatoren sorgen schließlich dafür, dass die Hochspannung bis zum Verbraucher auf die Niederspannung von 230 oder 400 Volt herabgesetzt wird. Läuft auf diesem Weg etwas schief und kommt der Strom mit viel zu hoher Spannung beim Verbraucher an, führt das zu Überspannungen.


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