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EZN Tipps für Bewohner

Wohlfühlklima richtig erreichen.

Für Bewohner wird aufgrund der steigenden Energiekosten die „zweite Miete“ (Betriebskosten) immer wichtiger. Doch wie heize ich am effizientesten, habe ein angenehmes Wohnklima, angemessene Heizkosten und zudem keinen Schimmel in meiner Wohnung? Auf diese Fragen kennt die Praxis viele verschieden Antworten und ebenso viele urbane Legenden. Aber was ist nun korrekt? Diese Fragen hat sich auch die Energiezentrale Nord gestellt und messtechnisch unterstützte Versuche durchgeführt. Nachfolgend möchten wir Sie als Bewohner mit Informationen rund um das Thema ‚richtiges und sinnvolles Heizen‘ versorgen. Dieser Bereich wird stetig um nützliche Tipps und Informationen erweitert.

Grundsätzlich: Eine Heizungsanlage funktioniert wie ein Verbrennungsmotor in Ihrem Auto. Wenn Sie mit diesem permanent anhalten, den Motor abstellen, wieder starten und anfahren, verbrauchen Sie für die gleiche Strecke wesentlich mehr Treibstoff, als wenn sie mit „Tempo 100“ gleichmäßig und kontinuierlich fahren. Das weiß und kennt jeder!

Wir helfen mit Erfahrung und Messtechnik, Ihre Heizungsanlage so einzustellen, dass sie energieeffizient läuft und Sie ohne schlechtes Gewissen den Thermostatkopf auf Ihre Wohlfühlstellung bringen und dort lassen können. Ein permanentes Hoch- und Herunterdrehen, um vermeintlich Energie zu sparen, ist nicht mehr notwendig. Und ganz nebenbei wird sich Ihr Wohlbefinden in Ihrer Wohnung verbessern.

Thermostatventil richtig einstellen.

Weit verbreitet ist der Irrglaube, dass die Temperatur des Heizkörpers steigt, wenn der Thermostatkopf weiter geöffnet wird. Diese Annahme ist falsch. Die Temperaturhöhe wird ausschließlich durch die Wärmeerzeugung im Heizungsraum gesteuert und dann an die einzelnen Abnehmer im Gebäude verteilt.
Der Thermostatkopf regelt über eine Mechanik im Inneren die Raumtemperatur. Unten befindet sich ein Schaubild, das verdeutlicht, welche Raumtemperatur mit welcher Stellung des Thermostatkopfes erreicht werden kann und für welche Räume diese Temperatur empfohlen wird. Die Mechanik im Thermostatkopf bewirkt beim Verstellen, dass das Ventil weiter geöffnet wird und erst später, also bei einer höheren Raumtemperatur, wieder schließt. Durch dieses Verhalten lässt sich die an den Raum abgegebene Wärmemenge beeinflussen, nicht jedoch die Temperaturhöhe des Heizkörpers.

Wenn sie z.B. 20°C Raumtemperatur erreichen wollen, müssen sie auf Stufe 3 stellen. Und selbst hier ist es normal, dass die Raumtemperatur um 2°C auf und ab schwankt. Zudem ist der Raum direkt am Heizkörper spürbar wärmer als 5m entfernt davon.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie ihren Heizkörper wie oben angegeben einstellen und Ihr Raum nicht annähernd die angegebene Raumtemperatur erreicht und hält oder Sie permanent die Einstellung am Thermostatkopf ändern müssen,  damit eine gleichbleibende Raumtemperatur gewährleistet wird, dann stimmt  mit der Einstellung Ihrer Heizungsanlage oder dem hydraulischen Abgleich in Ihrem Gebäude etwas nicht.

In diesem Fall sollte dringend eine messtechnische Überprüfung und energetische Optimierung der Heizungsanlage in Ihrem Gebäude durchgeführt werden.

Hydraulischer Abgleich

Nach einem sogenannten hydraulischen Abgleich ist die Temperatur am Heizkörper häufig geringer als vor dem Abgleich, da die Vorlauftemperatur abgesenkt wird. Eine Absenkung der Temperatur spart Energiekosten bei der Wärmeerzeugung ein. Der Thermostatkopf sollte nach einem hydraulischen Abgleich auf Stufe 3-3,5 (ca. 20°C-22°C Raumtemperatur) gestellt und dort belassen werden. Dies bewirkt, dass gleichmäßig Energie an den Raum abgegeben wird (wie Tempo 100 beim Auto). Da der Heizkörper nicht mehr so heiß wird, muss kontinuierlicher geheizt werden, um dieselbe Raumtemperatur zu erreichen. Betrachtet man die Energiebilanz, so wird vor und nach dem hydraulischen Abgleich dieselbe Energiemenge benötigt, um Ihre Räumlichkeiten zu heizen. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass diese Wärmeenergie günstiger (optimiertes Betriebsverhalten der Wärmerzeugung) hergestellt werden kann. Somit spart eine kontinuierliche Beheizung mit geringeren Vorlauftemperaturen Energie, verbessert den Wohnkomfort und vermindert die Neigung zur Schimmelbildung.